Zwar halten weite Teile der Bevölkerung den Vorwurf der „Lügenpresse“ teilweise für berechtigt, dennoch gibt es bei der großen Mehrheit keine Vertrauenskrise in die Medien. Zu diesem Schluss kam Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, in ihrer Studie „Vertrauenskrise der Medien?“ aus dem Jahr 2016. Laut der Studie besitzt das öffentlich-rechtliche Fernsehen das größte Vertrauen (80%), gefolgt vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk (67%) und der Lokalzeitung (66%). Am wenigsten Glaubwürdigkeit schenkt die Bevölkerung demnach dem Privatfernsehen (31%). Bei abweichenden Nachrichten über dasselbe Ereignis vertraut die Mehrheit (69%) eher Printmedien als sozialen Netzwerken.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam vergangenes Jahr auch eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen (FGW) für das ZDF. Hierbei erzielten die Nachrichten von ARD und ZDF die höchste Glaubwürdigkeit, gefolgt von regionalen und überregionalen Tageszeitungen. Wenig Vertrauen schenken die Menschen laut der FGW-Umfrage derweil sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook sowie allen voran Boulevardmedien wie der Bild-Zeitung. Für die Umfrage wurden im Auftrag des ZDF im November 2016 insgesamt 1000 Personen ab 16 Jahren befragt.

(Quellen: VDZ, 8.11.2016 / ZDF, 28.12.2016)